Das Wichtigste in Kürze
- Individuelle Websites für kleine Unternehmen kosten beim Freelancer meist 1.000 bis 5.000 Euro, bei Agenturen ab 5.000 Euro.
- Ein fairer Festpreis enthält Design, Texte, mobile Ansicht, Suchmaschinen-Basics, Rechtstexte und eine Korrekturrunde.
- Versteckte Kosten wie Hosting, Wartung, Fotos und Rechtstexte machen oft mehrere hundert Euro pro Jahr aus.
- Vergleiche Angebote über die Gesamtkosten von 3 Jahren, nicht über den Startpreis.
- Seriöse Anbieter nennen laufende Kosten offen, lassen Ihnen Domain und Daten und zeigen echte Referenzen.
Warum Website-Preise so stark schwanken
Fragen Sie drei Anbieter nach dem Preis für eine Website und Sie bekommen drei völlig verschiedene Antworten: 500 Euro, 3.000 Euro, 15.000 Euro. Alle drei können seriös sein. Der Preis hängt davon ab, wer die Arbeit macht, wie viel davon individuell entsteht und was alles im Paket steckt.
Für kleine Unternehmen wie Handwerksbetriebe, Praxen oder Restaurants geht es meist um 5 bis 10 Seiten: Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, dazu Impressum und Datenschutz. Genau für diese Größenordnung schauen wir uns die Preise an.
Die drei Wege im Vergleich: Baukasten, Freelancer, Agentur
Grob gibt es drei Wege zur eigenen Website, jeder mit eigener Preislogik:
Wichtig: Ein hoher Preis garantiert keine gute Website, ein niedriger bedeutet nicht automatisch eine schlechte. Entscheidend ist, was konkret enthalten ist.
- Baukasten (z. B. Wix, Jimdo, Squarespace): 10 bis 40 Euro im Monat. Klingt günstig, aber Sie bauen selbst. Rechnen Sie mit 20 bis 60 Stunden eigener Arbeitszeit, und das Ergebnis sieht oft nach Vorlage aus.
- Freelancer oder kleines Studio: meist 1.000 bis 5.000 Euro einmalig für eine individuelle Website in der genannten Größe.
- Agentur: ab etwa 5.000 Euro, häufig 8.000 bis 20.000 Euro. Dafür bekommen Sie Projektmanagement, Konzeptphase und ein größeres Team. Das lohnt sich vor allem bei komplexen Projekten.
Was ein Festpreis enthalten sollte
Festpreis bedeutet: Sie kennen die Summe vorher und tragen nicht das Risiko, wenn etwas länger dauert als geplant. Damit der Festpreis fair ist, sollte er diese Punkte abdecken:
Ein Beispiel aus der Praxis: Bei DeppFlow in Hannover kostet eine komplette Unternehmenswebsite 1.500 Euro netto zum Festpreis. Hosting und Pflege sind darin nicht enthalten und werden individuell vereinbart. Solche Zahlen sind kein Sonderfall, sondern eine realistische Größenordnung für kleine Betriebe, wenn der Anbieter effizient arbeitet.
- Design und Umsetzung aller vereinbarten Seiten, inklusive mobiler Ansicht
- Texte: komplett geschrieben oder gemeinsam mit Ihnen erarbeitet
- Technische Grundlagen: schnelle Ladezeit, Verschlüsselung (das Schloss-Symbol im Browser), Kontaktformular
- Suchmaschinen-Basics wie saubere Seitentitel und Beschreibungen, damit Google Ihre Seiten versteht
- Impressum und Datenschutzerklärung als fertige Seiten eingebaut
- Mindestens eine Korrekturrunde, in der Sie Änderungswünsche einbringen können
Versteckte Kosten, die im Angebot oft fehlen
Der Erstellungspreis ist nur ein Teil der Rechnung. Hosting, also der Speicherplatz, auf dem Ihre Website liegt, kostet je nach Anbieter 5 bis 30 Euro im Monat. Die Domain, Ihre Internetadresse, kommt mit 10 bis 20 Euro im Jahr dazu. Beides ist überschaubar, sollte aber im Angebot klar benannt sein.
Teurer wird es bei Inhalten. Professionelle Texte kosten bei einem Texter schnell 100 bis 200 Euro pro Seite, gute Fotos vom Fotografen 300 bis 800 Euro pro Termin. Stockfotos, also gekaufte Symbolbilder, sind günstiger, wirken aber schnell austauschbar. Rechtstexte wie Impressum und Datenschutzerklärung bekommen Sie über Generatoren ab etwa 10 Euro im Monat oder einmalig vom Anwalt ab rund 200 Euro. Klären Sie vorher, wer diese Inhalte liefert: Sie oder der Anbieter.
Laufende Kosten realistisch einplanen
Eine Website ist kein einmaliger Kauf wie ein Möbelstück. Software braucht Updates, Inhalte veralten, Öffnungszeiten ändern sich. Bei Systemen wie WordPress sind regelmäßige Sicherheitsupdates Pflicht, sonst wird die Seite angreifbar. Wartungsverträge dafür kosten meist 20 bis 100 Euro im Monat.
Statische Websites, also Seiten ohne komplexes Redaktionssystem dahinter, brauchen deutlich weniger Pflege. Für viele kleine Betriebe reicht das völlig, weil sich die Inhalte selten ändern. Fragen Sie deshalb immer: Welche Technik wird eingesetzt und was kostet mich der Betrieb pro Jahr?
Woran Sie seriöse Angebote erkennen
Ein seriöses Angebot listet konkret auf, welche Seiten, Leistungen und Korrekturrunden enthalten sind, und nennt die laufenden Kosten ehrlich mit. Vorsicht bei Lockangeboten wie einer Website für 0 Euro: Dahinter stecken fast immer lange Vertragslaufzeiten mit hohen Monatsraten, die über 3 bis 4 Jahre gerechnet teurer sind als ein fairer Festpreis.
Achten Sie außerdem auf drei Punkte. Erstens: Sie sollten Eigentümer der Domain sein, nicht der Anbieter. Zweitens: Sie brauchen Zugriff auf Ihre Website-Daten, damit Sie bei einem Anbieterwechsel nicht bei null anfangen. Drittens: Echte Referenzen zeigen mehr als jedes Verkaufsgespräch. Schauen Sie sich 2 bis 3 Websites an, die der Anbieter gebaut hat, und testen Sie sie auf dem Handy.
So rechnen Sie für Ihren Betrieb
Rechnen Sie immer mit den Gesamtkosten über 3 Jahre, nicht nur mit dem Startpreis. Ein Beispiel: 1.500 Euro Erstellung plus 50 Euro im Monat für Hosting und Pflege ergeben über 3 Jahre 3.300 Euro, und darin stecken schon die kleinen Änderungen, die sonst einzeln kosten. Ein Baukasten für 30 Euro im Monat kommt im gleichen Zeitraum auf 1.080 Euro, dazu kommen aber 40 oder mehr Stunden Ihrer eigenen Arbeitszeit und meist ein schwächeres Ergebnis.
Für die meisten kleinen Unternehmen ist eine individuell gebaute Website zwischen 1.000 und 5.000 Euro der beste Mittelweg: professionell genug, um Vertrauen aufzubauen, und günstig genug, dass sie sich über neue Anfragen schnell bezahlt macht. Holen Sie sich 2 bis 3 Angebote ein und vergleichen Sie nicht nur den Preis, sondern was Sie dafür bekommen.