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Lokale Suchbegriffe: So finden Kunden aus der Region Sie

4 Minuten Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Kunden suchen Leistung plus Ort; Ihre Website muss diese Worte verwenden.
  • Suchbegriffe kommen aus Kundengesprächen, Google-Vorschlägen und der Search Console.
  • Seitentitel, Überschrift und erster Absatz jeder Leistungsseite tragen Leistung und Ort; keine leeren Ortsseiten.
  • Profil, Verzeichnisse und Website müssen dieselben Kontaktdaten zeigen.
  • Wirkung zeigt sich nach Wochen bis Monaten in Search Console und Profilstatistik.

Wie Kunden wirklich suchen

Kaum jemand sucht nach „Handwerksbetrieb“. Gesucht wird eine Leistung an einem Ort: „Dachdecker Langenhagen“, „Heizung Notdienst Laatzen“, „Küche nach Maß Hannover Linden“. Dazu kommen Suchen mit „in meiner Nähe“, bei denen Google den Standort des Handys als Ort einsetzt. Bei der Sprachsuche wird es noch alltäglicher: „Wer repariert Heizungen in Laatzen?“

Google beantwortet solche Suchen mit einer Karte und wenigen Unternehmensprofilen, dem sogenannten lokalen Paket, und darunter mit normalen Treffern. Auf beides können Sie Einfluss nehmen: auf die Karte über Ihr Unternehmensprofil, auf die Treffer über Ihre Website.

Die Sprache der Kunden ist dabei einfacher als die der Innung. Wer auf seiner Website nur von „Sanitärtechnik“ und „Gebäudetechnik“ schreibt, wird für „Klempner Garbsen“ nicht gefunden, obwohl er genau das ist. Beide Worte dürfen auf der Seite stehen, der Fachbegriff und das Wort des Kunden.

Ihre Suchbegriffe finden

Beginnen Sie bei Ihren Kunden: Wie beschreiben sie am Telefon, was sie brauchen? Notieren Sie diese Worte eine Woche lang. Sie sind fast immer besser als alles, was ein Werkzeug vorschlägt. Fragen Sie auch die Mitarbeitenden, die am Telefon sitzen; sie hören diese Worte täglich.

Tippen Sie dann Ihre Leistung bei Google ein und sehen Sie sich die Vorschläge und die Fragen unter den Treffern an. Wer die Google Search Console für seine Website eingerichtet hat, sieht dort, für welche Begriffe die Seite schon erscheint und wo sie nur knapp hinter der ersten Seite liegt.

Am Ende steht eine Liste aus Leistung mal Ort: jede Leistung, kombiniert mit den Orten, in denen Sie arbeiten. Für einen Sanitärbetrieb in Laatzen sind das vielleicht zwölf Leistungen und fünf Orte, also sechzig Kombinationen. Nicht jede braucht eine eigene Seite, aber jede sollte irgendwo auf der Website vorkommen.

Wo die Begriffe auf der Website hingehören

Der wichtigste Platz ist der Seitentitel, der in der Browserleiste und als blauer Link bei Google erscheint. „Badsanierung in Laatzen und Hannover“ mit dem Firmennamen dahinter ist ein guter Titel; der Firmenname allein ist ein verschenkter. Danach kommen die Hauptüberschrift und der erste Absatz jeder Seite.

Jede Leistung bekommt eine eigene Seite, auf der Leistung und Einzugsgebiet natürlich im Text vorkommen. Vermeiden Sie Listen von Ortsnamen ohne Inhalt und Seiten, die nur den Ort austauschen; Google bewertet solche Türseiten schlecht. Eine Ortsseite lohnt sich nur, wenn Sie dort etwas Eigenes zu sagen haben, etwa Referenzen aus diesem Ort. Für einen Betrieb mit fünf Leistungen und drei Orten sind das fünf gute Seiten, keine fünfzehn dünnen.

Weitere Plätze sind die Bildbeschreibungen, die Adresse im Fußbereich jeder Seite und die Über-uns-Seite mit Ihrer Geschichte am Ort. Schreiben Sie für Menschen; Google erkennt inzwischen, wenn Texte nur für die Maschine gestopft wurden.

Signale außerhalb der Website

Das Unternehmensprofil ist das stärkste Signal für die Karte; Kategorie, Leistungen und Bewertungen müssen zu Ihren Suchbegriffen passen. Ein Betrieb, der auf der Website Wärmepumpen anbietet, sollte diese Leistung auch im Profil führen.

Name, Adresse und Telefonnummer sollten überall identisch sein: im Profil, auf der Website, bei der Handwerkskammer, in der Innungsliste, in Branchenbüchern. Widersprüche kosten Vertrauen beim Abgleich. Prüfen Sie einmal im Jahr die wichtigsten Einträge. Ein Umzug oder eine neue Telefonnummer ist der häufigste Grund für solche Widersprüche.

Links von anderen lokalen Seiten helfen: der Sportverein, den Sie sponsern, die Innung, ein Lieferant, der seine Fachbetriebe listet. Solche Verweise entstehen aus echten Beziehungen und lassen sich nicht kaufen, ohne Ärger zu riskieren.

Strukturierte Daten und Messung

Mit strukturierten Daten nach dem Schema „LocalBusiness“ von schema.org können Sie Google Name, Adresse, Öffnungszeiten und Einzugsgebiet in maschinenlesbarer Form mitgeben. Das ist eine kleine technische Ergänzung im Code, die Ihr Webentwickler in kurzer Zeit einbaut. Sie ersetzt keine Inhalte, macht sie aber eindeutiger.

Ob die Arbeit wirkt, zeigt die Search Console: Sie listet Suchanfragen, Klicks und die durchschnittliche Position je Seite. Ergänzend zeigt die Statistik des Unternehmensprofils, wie oft Sie in der Karte erschienen sind und wie viele Anrufe daraus entstanden. Beide Werkzeuge sind kostenlos und in kurzer Zeit eingerichtet.

Rechnen Sie mit Wochen bis Monaten, bis sich Änderungen auswirken. Lokale Suche ist ein Marathon mit kleinen Schritten, kein Schalter, den man umlegt.

Praxisbeispiel: der Dachdecker in der Region Hannover

Ein Dachdeckerbetrieb aus Garbsen erschien nur für seinen Firmennamen. Seine Website bestand aus einer Seite mit „Dacharbeiten aller Art“. Der Inhaber legte fünf Leistungsseiten an, Steildach, Flachdach, Dachfenster, Dachrinnen und Sturmschaden, jede mit Ort im Titel, eigenen Fotos und einem Absatz zum Ablauf. Die Texte schrieb er selbst, an zwei Abenden, nach der Liste der Kundenfragen aus dem Büro.

Im Unternehmensprofil ergänzte er dieselben Leistungen und das Einzugsgebiet mit Garbsen, Seelze, Wunstorf und Hannover. Nach einigen Monaten zeigte die Search Console erste Treffer für „Dachfenster Garbsen“ und „Sturmschaden Dach Seelze“, und die Anfragen nannten zunehmend genau diese Leistungen. Wer solche Seiten nicht selbst schreiben will, lässt sie bauen; wichtig ist, dass die Inhalte echt sind und aus dem Betrieb stammen.

Quellen

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